Waltraud Wolff, Mitglied des 14. Deutschen Bundestages

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Berlin-Wolmirstedt, den 19.06.2003

„Alles Öko, oder was?“ in Gerwisch Sie ist noch eine Nischenproduktion – die Erzeugung ökologischer Lebensmittel in Deutschland. Etwa 3,5 Prozent beträgt der Anteil des ökologischen Landbaus in unserem Lande – das ist im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn recht wenig.“Leider gibt es in Deutschland zu viel bürokratische Hürden für die Öko-Bauern“, erklärte Waltraud als Mitglied im Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, die derzeitige Situation hierzulande. Interessiert folgten die knapp 20 Anwesenden ihrem Vortrag. Unter der Frage „Alles Öko, oder was?“ hatte der SPD-Ortsverein Gerwisch am 19. Juni zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema Öko-Produkte eingeladen. Gekommen waren Öko-Bauern und Verbraucher aus Gerwisch, Lostau, Schermen, Möser, Biederitz und sogar aus Magdeburg. Gerade nach den Lebensmittelskandalen (BSE, Nitrofen) in den vergangenen Jahren erkennen immer mehr Verbraucher die Bedeutung gesunder Lebensmittel für die menschliche Ernährung. Dem widerspricht allerdings das äußerst niedrige Preisniveau in Deutschland. Ökologisch angebaute Früchte und aufgezogene Tiere erfordern einen wesentlichen Mehraufwand an menschlicher Arbeitskraft und haben demzufolge auch einen höheren Preis. Den zu bezahlen ist der gesundheitsbewusste Verbraucher ja oft bereit, aber er will wissen, was sich hinter den zahlreichen Biozeichen verbirgt und ob er ihnen vertrauen kann. Jürgen Hartmann von GÄA, dem ostdeutschen Verband für Ökologischen Landbau, konnte fachkundige Auskunft geben: „Fast 100 % rein biologisch sind z. B. Produkte der Anbauverbände Demeter und Bioland, wogegen Produkte mit dem neuen staatlichen BIO-Siegel auf jeden Fall mindestens 70 % biologisch sein müssen. Alle Bio-Produzenten, die Mitglied in einem der deutschen Öko-Verbände sind, unterwerfen sich freiwillig deren sehr strengen Auflagen, die die staatlichen Vorgaben weit übertreffen. Öko-Gärtner Beier wies zudem auf die unangemeldeten Kontrollen hin, die der Einhaltung der Zertifizierungskritierien dienen. „Bio-Produkte bieten ein Extra an Gesundheit, sie schmecken eben, wie sie von Natur aus schmecken und sie werden eben runzlig oder verlieren an Farbe“, so Waltraud Wolff, „aber es muss klar gesagt werden, dass auch die konventionell erzeugten Produkte nicht gesundheitsschädlich sind. Sonst dürften sie gar nicht auf dem Markt sein“. Außerdem konnten sich die Gesprächsteilnehmer an Ort und Stelle von der Qualität der Naturprodukte überzeugen. Liane Hüttner, Besitzerin des Mühlenladens in Gütter, hatte u. a. Ziegenkäse, Öko-Bier, und Dinkel-Erzeugnisse mitgebracht, an denen auch Waltraud nicht unbeeindruckt vorbeigehen konnte. Freitag, den 30.05.2003 Bundesministerin Renate Künast bei Waltraud Wolff im Ohrekreis Auf Einladung von Waltraud Wolff, Mitglied im Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft besuchte die Ministerin im gleichnamigen Bundesministerium, Frau Renate Künast, am Freitag, dem 30. Mai, den Ohrekreis. Themen der Gesprächsrunde in den Räumen der Heide-Agrar GmbH in Colbitz waren die EU-Regelungen auf dem Gebiet des Agraralkohols und die weitere Entwicklung der Landwirtschaft in der Europäischen Union. Etwa 40 Vertreter von regionalen Agrargenossenschaften, Umweltverbänden und des Maschinenrings, sowie Einzelbauern, Bio-Landwirte und Brennereibetreiber waren der Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten gefolgt. Ministerin Künast erläuterte die oft sehr komplizierten Wege und Verhandlungen bis zur Entscheidungsfindung auf europäischer Ebene, wo die Interessen der verschiedenen Mitgliedstaaten ständig in Kompromisslösungen zusammen geführt werden müssen. Sie selbst vertrete auch im Sinne einer modernen und nachhaltigen Landwirtschaft die Position vieler ostdeutscher Agrargenossenschaften, wonach sich eine Prämienzahlung durch die EU an festzulegenden ökologischen Standards orientieren solle und nicht wie bisher an Betriebsgrößen verbunden mit einer Kappungsgrenze. Zudem informierte sie die Landwirte über ein zunächst freiwilliges Beratungssystem in Bezug auf die neuen EU-Regelungen in der Agrarwirtschaft. In der nachfolgenden regen Diskussion konnten viele Fragen beantwortet und andere den beiden Bundespolitikerinnen mit auf den Weg gegeben werden.. Nachdem die Ministerin schon zum nächsten Termin eilen musste, nutzen die noch anwesenden Gesprächsteilnehmer die Gelegenheit, mit Waltraud Wolff ein kurzes Resumée des Treffens zu ziehen. „Wir haben das Gefühl, von der Politik ernst genommen zu werden und das Gespräch hat uns viele Dinge verständlicher gemacht,“ fasste ein Landwirt den Gesamteindruck zusammen. „Dennoch wird es ein schweres Jahr für uns werden, das Wetter lässt eine sehr schlechte Ernte befürchten.“ Doch daran könne man den Politikern nun wirklich keine Schuld geben…. Grußwort zur Sitzung des Vorstandes des Kreissportbundes Ohrekreis am 12. Juni 2003 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde des Ohrekreises, wenn man wie ich als ehemalige Leistungssportlerin nunmehr seit Jahren gezwungen ist, während unzähliger Sitzungen, Konferenzen und Tagungen hauptsächlich die Sitzmuskeln zu trainieren, spürt man den Drang nach Bewegung und Sport manchmal fast schmerzhaft in den Gliedern. Mein Herz gehört nach wie vor dem Sport, auch wenn mein Zeitkontingent für persönliche sportliche Aktivitäten äußerst stark zusammengeschmolzen ist. Ich glaube aber auch, dass der Sport mir für meine jetzige Arbeit in der Politik ein gutes Rüstzeug mitgegeben hat, wie z.B. Zähigkeit, Durchhaltevermögen und Kampfgeist, sowie die Fähigkeit, Gewinne feiern und Niederlagen verkraften zu können. Gern erinnere ich mich an meine Zeit als Leichtathletin unter meinem geschätzten und unvergessenen Trainer Heinz Oelze aus Wolmirstedt. Das war in den 60-iger Jahren. Heinz Oelze ist für mich ein lebendiges Beispiel für unermüdliches ehrenamtliches Engagement. Ohne Menschen wie ihn, den ich hier nur stellvertretend für alle anderen Trainerinnen und Trainer nennen kann, hätte es der Ohrekreis ganz sicher nie geschafft, so erfolgreich in vielen Disziplinen zu sein. Ich denke hier nur an den Handball, die Leichtathletik, Tischtennis und Gewichtheben. Auch Steffen Wesemann, der berühmte „Pedalritter“, trägt einen Hauch vom Ohrekreis in die weite Welt des Radrennsports. Doch große Erfolge beginnen immer erst einmal ganz klein und müssen in zahlreichen Kämpfen errungen werden. Das wissen auch unsere Jungs von der Fußball-E-Jugend aus Groß Santersleben und die A-Jugend-Fußballer der JSG Angern/Rogätz, die am vergangenen Wochenende ihre Kreismeistertitel geholt haben. Gefreut haben mich auch die beachtlichen Erfolge der kleinen Judokas aus Haldensleben und Wolmirstedt, die sich beim Kinderturnier gegen ihre Konkurrenten aus den Nachbarkreisen sehr gut durchgesetzt haben. Stellvertretend für alle anderen Vereine unseres Kreises möchte ich den „Baskets“ aus Wolmirstedt gratulieren, die es bis in die höchste Spielklasse Sachsen-Anhalts geschafft haben und sich dort wacker behaupten. Und auch an dieser Stelle möchte ich vor allem den Menschen danken, die ehrenamtlich als Trainer viel Zeit und Kraft in die Sportförderung stecken, wie z.B. die Sportfreunde Tietze, Kleimann, Füle, Gärtner und Beyer, sowie Sportfreundin Franziska Brandstetter, um nur einige zu nennen. Ich denke, die großen Mannschaften der Bundesliga, in denen in der Regel Profis spielen, haben genug Fans. Mir erscheint es besonders wichtig, gerade den Amateur-Mannschaften, dem Breitensport und der Nachwuchsförderung in der Fläche besonderes Augenmerk zu schenken. Wenn ich schon nicht mitspielen oder unsere Mannschaften kräftig bei ihren Wettkämpfen anfeuern kann, so will ich doch alles in meinen Kräften Stehende tun, um auf politischer Ebene die Bedingungen zu schaffen, damit sich der Sport auch weiterhin gut in unserer Region entwickeln kann. Und natürlich kann ich immer – auch in den Sitzungen – meinen Okrekreis-Sportlerinnen und -sportlern die Dauen drücken. Und das tue ich besonders am kommenden Samstag für die Frauen-Fußball-Mannschaften aus Colbitz und Hohenwarsleben bei ihrem großen Cup-Turnier. In diesem Sinne grüße ich Sie alle mit einem zünftigen

„Sport frei!“